Nachdem der Europäische Gerichtshof entschieden hat, dass der Glücksspielstaatsvertrag in der bisherigen Form gegen geltendes EU-Recht verstößt, haben sich die Bundesländer auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag geeinigt. Damit werden endlich Sportwetten in Deutschland legalisiert und bis zu 20 Anbieter lizenziert. Eine Ausnahme bildet Schleswig-Holstein, denn hier sollen zusätzlich Gambling-Anbieter erlaubt sein, wodurch der Weg für das beliebte Poker geebnet wird.
Die neue Regelung sieht eine starke Kontrolle der Anbieter vor und erlaubt nur Wetten auf das Ergebnis, was letztendlich auch vollkommen ausreichend ist. Welche Mannschaft beim Fußball die erste Ecke oder die erste gelbe Karte erhält ist mehr oder minder Zufall. Neben Fußball können natürlich auch Wetten zu nahezu allen anderen populären Sportarten wie Tennis, Skifahren oder Leichtathletik abgegeben werden.
Selbstverständlich wollen auch die Bundesländer eine großen Anteil an den Erlösen der Wettanbieter haben und planen die erwarteten Erlöse bereits in ihre Haushalte ein. Zu den 19% Mehrwertsteuer ist eine zusätzliche Abgabe von 10% geplant. Diese Gebühr liegt allerdings über den bisherigen Margen der Anbieter, so dass noch nicht klar ist ob sich die großen Wettportale um eine Lizenz bewerben werden.
Aktuell liegt der Glücksspielstaatsvertrag bei der EU zur Prüfung vor, mit ersten Lizenzen für Anbieter von Sportwetten kann daher erst gegen Ende des Jahres 2012 gerechnet werden.